Die Feuerwehr Krautheim stellt für die Grundausbildung, Truppführerausbildung, Maschinisten und Sprechfunker im mittleren Jagsttal ein besonderes Schulungszentrum dar. Es werden die Gemeinden Mulfingen, Dörzbach, Schöntal und Krautheim von der Ausbildergruppe Jagsttal betreut.
Jede Feuerwehr der beteiligten Gemeinden stellt mehrere Ausbilder für diese Fachbereiche zur Verfügung.

Eine Neukonzeption sieht nun vor einzelne Ausbildungsabschnitte auf die beteiligten Gemeinden und Gerätehäuser zu verlagern.
Dies hat unter anderem den Vorteil das die Feuerwehrangehörigen andere Gerätehäuser, andere Techniken besser kennen lernen. Dies spiegelt sich schließlich in einer verbesserten Zusammenarbeit bei gemeinsamen Einsätzen und Übungen wieder.

Auf Landkreisebene stellt die Feuerwehr Krautheim insgesamt 5 Ausbilder für Grundausbildung7Truppführer, 1 Ausbilder für Maschinisten, 1 Ausbilder Sprechfunk, 1 Ausbilder für Atemschutz.

Die Feuerwehr Krautheim ist stets bestrebt ein hohes Ausbildungsniveau innerhalb der eigenen Reihen zu halten, was durch permanente Aus- &. Fortbildungen sichergestellt wird.

 

Das 3-Säulen-Model des Hohenlohekreises

“Einer für alle, alle für einen” - dass dieser Wahlspruch bei den Feuerwehren im Hohenlohekreis tatsächlich mit Leben erfüllt wird, zeigt sich eindrucksvoll in der nun seit bereits 10 Jahren praktizierten Konzeption der Ausbildung auf Kreisebene. Als es für die einzelnen Gemeindefeuerwehren Anfang der 90ziger Jahre immer problematischer wurde genügend Ausbilder und Lehrgangsteilnehmer zu mobilisieren, hatte der damalige Kreisbrandmeister des Hohenlohekreises Klaus Bolay eine ebenso einfache wie erfolgreiche Idee. Er initiierte im Jahr 1993 die Schaffung von 3 regionalen Ausbildergruppen, die sich fortan um die gesamte Ausbildung der 16 Gemeindefeuerwehren und 4 Werksfeuerwehren gemeinschaftlich kümmerten. Durch die Schaffung der drei regional begrenzten Ausbildergruppen – “Jagsttal”, “Kochertal” und “Hohenloher Ebene” – wurde die Ausbildung der Feuerwehren im Hohenlohekreis neu konzeptioniert, strukturiert und vereinheitlicht. Jede dieser drei Ausbildergruppen verfügt hierbei über einen geschulten Stamm aus erfahrenen Ausbildern die aus den Feuerwehren Ihrer Region gestellt werden.

Durch dieses “3-Säulen-Modell” wurde gewährleistet, dass regelmäßig und vor allem verlässlich Lehrgänge auf Kreisebene angeboten und mit ausreichender Teilnehmer- und Ausbilderzahl durchgeführt werden können.

So deckt zum Beispiel die 13-köpfige ”Ausbildergruppe Jagsttal” die Gemeinden Dörzbach, Krautheim (Stützpunktfeuerwehr), Mulfingen und Schöntal ab.

Die “Ausbildergruppe Hohenloher Ebene” betreut mit ebenfalls 13 Ausbildern die Feuerwehren der Gemeinden Bretzfeld, Neuenstein, Öhringen (Stützpunktfeuerwehr), Pfedelbach, Waldenburg und Zweiflingen.

Die Feuerwehren Forchtenberg, Ingelfingen, Künzelsau (Stützpunktfeuerwehr), Kupferzell, Niedernhall und Weißbach werden durch die “Ausbildergruppe Kochertal” mit aktuell 7 Ausbildern betreut. Unterstütz werden die Ausbilder dabei von mehreren Helfern, die so ihrerseits an eine zukünftige Ausbildertätigkeit herangeführt werden.

Im Durchschnitt kann so jede der 3 Ausbildergruppen für die ihr angeschlossenen Gemeinden jährlich 2-3 Grundausbildungs- und/oder Truppführerlehrgänge durchführen und je nach Bedarf nochmals je 2 Funk- und Maschinistenlehrgänge anbieten.

Neben der Verlässlichkeit der regelmäßigen Ausbildung hat sich auch die gemeinsame Ausbildung der verschiedenen Gemeindefeuerwehrmitglieder sehr positiv ausgewirkt – was sich im funktionierenden Zusammenspiel der Feuerwehren im Einsatzfall zeigt. Als großen Vorteil der Regionalausbildung muß vor allem jedoch erwähnt werden, dass nunmehr alle Lehrgangsteilnehmer eine einheitliche Ausbildung an den im Hohenlohekreis vorhandenen Gerätschaften und Fahrzeugen – auch Sonderfahrzeuge - erhalten können.

Der Erfolg dieses Konzeptes läßt sich heute, 10 Jahre nach dessen Einführung, in eindrucksvollen Zahlen verdeutlichen. Insgesamt konnten in den vergangenen 10 Jahren über 40 Grundausbildungslehrgänge und über 25 Truppführerlehrgänge angeboten werden, dazu kommen nochmals je über 30 Funk- bzw. Maschinistenlehrgänge.

 

Die drei Ausbildergruppen des Hohenlohekreises konnte so seit Einführung der neuen Ausbildungskonzeption im Jahr 1993 insgesamt weit über 1.000 Teilnehmer bei Grundausbilderlehrgängen und ca. 650 Teilnehmer bei Truppführerlehrgängen erfolgreich ausbilden. Bei einer aktuellen Zahl von 2437 Aktiven in 16 Gemeindefeuerwehren und 4 Werksfeuerwehren wird deutlich wie erfolgreich diese 3-Säulen-Modell für den Hohenlohekreis ist.

Jede Gemeinde und Werksfeuerwehr ist nunmehr regelmäßig in der Lage ihren interessierten Feuerwehrnachwuchs auf Kreisebene ausbilden zu lassen. Dies wiederum hat auch zur Folge, das die Feuerwehren im Hohenlohekreis in der Lage sind auch für die weiterführenden Fachlehrgänge bis hin zu Führungsaufgaben stets über ein ausreichend großes Nachwuchspotential zu verfügen.

Verfasser: Frank Stransky