Brand bei einer Fensterbaufirma
Brandeinsatz

Mannschaft:   32
Einsatzort:   Oberkessach
Feuerwehr Fahrzeuge:   Kdow, ELW 1, LF20/16, DLK23/12, SW 2000
Sonstige Fahrzeuge:   -
Beschreibung:  

Brand in Firmengebäude - 200.000 Euro Schaden

Von Oliver Färber

Die Feuerwehr ist schnell vor Ort. Nur noch kleinere Flammen entweichen dem Lüftungssystem als die ersten Fahrzeuge eintreffen. Dafür hat der Brand schon einen Teil des Daches und seiner Dämmung eingenommen. „Das Lüftungssystem war kein Problem: Da gibt es eine trockene Steigleitung mit Sprinkler, die wir nur unter Wasser gesetzt haben. Danach war das System geflutet“, berichtet Schöntals Feuerwehrkommandant Harald Retzbach. Außer dem Löschzug aus Bieringen und Westernhausen ist auch die Löschgruppe Oberkessach mit insgesamt 40 Feuerwehrleuten im Einsatz – außerdem die Stützpunktwehr Krautheim mit ihrem Löschzug inklusive Drehleiter und rund 20 Feuerwehrleuten.

Denn das Dach muss zunächst einmal geöffnet werden bis schließlich der Brand im Griff ist. „Und der Staub der in solch einer Firma nun mal anfällt, macht das nicht einfacher“, so Retzbach. Dennoch schafft es die Mannschaft, dass sich die Flammen nicht weiter ausbreiten. Allerdings richtet auch das Löschwasser Schaden an – auch wenn versucht wird, in den Betriebsräumen die wertvollen Maschinen mit Plastikfolien gegen die Feuchtigkeit zu schützen. Erste Schätzungen der Polizei geben den entstandenen Sachschaden mit 200.000 Euro an.

Verletzt wird niemand, das ist laut Retzbach viel Glück im Unglück. „Denn das Gebäude hat eine Fotovoltaikanlage und deren Stromproduktion lässt sich ja nicht abstellen“, so der Kommandant. Er hat bemerkt, dass die Flammen dafür gesorgt haben, dass ein dickes Kabel abisoliert wurde. „Wenn da jemand dran gefasst hätte“, macht er sich um seine Einsatzkräfte sorgen, die ja mit Wasser hantieren – und Strom und Wasser bedeuten nun einmal ein Verletzungsrisiko. Die Fotovoltaikplatten selbst wurden allerdings nicht beschädigt. Im Zweifelsfall hätte die Wehr wegen der Vorsichtsmaßnahmen aber nicht so effektiv löschen können, wie bei Gebäuden, die keinen Solarstrom produzieren.

Noch bis kurz vor 21 Uhr sind die Oberkessacher Wehrleute noch vor Ort, nehmen sich die Dachisolierung vor, damit keine weiteren Glutnester das Feuer neu entfachen können. Auch Bürgermeisterin Patrizia Filz schaut sich den Unglücksort an. Die Polizei meldet, dass ein 48-jähriger Monteur wahrscheinlich für den Brand verantwortlich ist: Er hatte Arbeiten an der neuen Absauganlage durchgeführt und dazu einen Plasmaschneider eingesetzt. Durch Funkenflug sei es wohl zu einer Verpuffung mit Spänen und Staub im Absaugrohr gekommen.

„Das hätte viel schlimmer kommen können“, gibt sich Nachbar Friedenauer wieder beruhigt. Auch sein Haus hätte wegen der räumlichen Nähe schnell in Mitleidenschaft gezogen werden können.

 

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