Einsatzzeit:   07:00 Uhr - 00:00 Uhr
Mannschaftsstärke:   Einsatzkräfte des kompletten Stadtgebietes (in Schichten eingeteilt)
Einsatzort:   Jagstgebiet Krautheim und Umgebung
Fahrzeuge im Einsatz:   VRWTLF 16 / 25LF 20/16LF KatSSW 2000, MTWELW 1
Sonstige Fahrzeuge/Organisationen:   mehrere TSA aus den umliegenden Wehren, Fischervereine,
THW mit mehreren Fahrzeugen, DRK, ELW Künzelsau, sonstige Helfer,
dazu mehrere TS8 aus dem Kreis Hohenlohe und Bad Mergentheim,
Beschreibung:  
Es wurde begonnen, die Jagst zu belüften. Dazu wurden die Feuerwehren in Schichten unterteilt und an der Jagst positioniert. Diese sind je acht Stunden lang, so dass 24 Stunden am Tag gearbeitet wird.
Durch die ständige Zufuhr von Wasser, das aus der Jagst entnommen und wieder hineingespritzt wird, stellt man sicher, dass mehr Sauerstoff in das Gewässer gelangt. Durch das Ammonium und Ammoniumnitrat wurde der Jagst dieser Sauerstoff entzogen. 
Das THW unterstützte diese Maßnahmen und hat sich zusätzlich bereiterklärt, sich am heutigen Tag um die Verpflegung aller Einsatzkräfte zu kümmern.

Gegen Mittag hieß es, dass das Landratsamt Schwäbisch Hall darüber informierte, dass sich die Schadstoff- Werte im dortigen Landkreis wieder normalisiert haben sollen.
 
stimme.de schreibt:
[...]An der Jagst haben Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) auch am Freitag gegen die giftigen Stoffe Ammonium und Ammoniumnitrat im Wasser angekämpft. Nach Auskunft des Landratsamtes im Hohenlohekreis erreichte die Schadstoffwelle Ailringen. Dort lag der zuletzt gemessene Wert am Donnerstagabend um 19.30 Uhr bei 9,27 Milligramm pro Liter. Laut einer Behördensprecherin dürfte sich dieser im Laufe der Nacht erhöht haben.
Freiwillige Feuerwehren folgten der Giftwelle entlang der Jagst. Sie pumpen Wasser ab und spritzen es wieder in den Fluss, dadurch werde dem Wasser Sauerstoff zugeführt. Die Giftfahne fließe weiter in Richtung Neckar. Die Ammonium-Konzentration in Mulfingen lag am Donnerstagabend zwischen 20,5 Milligramm pro Liter und 34,6 Milligramm pro Liter. Zur Einordnung: Eine Dosis von mehr als 0,5 Milligramm pro Liter ist für viele Fische schon tödlich.

Nach einem Feuerwehrgroßeinsatz am Wochenende bei einem brennenden Landhandel im Kreis Schwäbisch Hall war mit dem Löschwasser eine große Menge Schadstoffe in die Jagst geflossen. Die Polizei geht davon aus, dass kein technischer Defekt oder Selbstentzündung, sondern ein Unbekannter das Feuer ausgelöst hat. An diesem Freitagmittag wollen sich der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller und der für Naturschutz zuständige Landwirtschaftsminister Alexander Bonde (beide Grüne) in Krautheim ein Bild von der Lage machen.[...]

 

abcdefhjklmnopqrst