Einsatzzeit:   Ganztägig
Mannschaftsstärke:   Einsatzkräfte des kompletten Stadtgebietes (in Schichten eingeteilt)
Einsatzort:   Jagstgebiet Krautheim und Umgebung
Fahrzeuge im Einsatz:   VRWTLF 16 / 25LF 20/16LF KatSSW 2000, MTWELW 1
Sonstige Fahrzeuge/Organisationen:   mehrere TSA aus den umliegenden Wehren, Fischervereine,
THW mit mehreren Fahrzeugen, DRK, ELW Künzelsau, sonstige Helfer,
dazu mehrere TS8 aus dem Kreis Hohenlohe und Bad Mergentheim,
Beschreibung:  
Alle Maßnahmen vom Vortag wurden fortgesetzt.
Das THW unterstützte diese Maßnahmen und hat sich zusätzlich bereiterklärt, sich am heutigen Tag um die Verpflegung aller Einsatzkräfte zu kümmern. Das DRK unterstützte das THW dabei.
 
Messergebnisse:
- Mulfingen, Kläranlage 6,88 mg/l
- Hohebach, Wehr 9,86 mg/l
- Dörzbach, Ortsausgang 15,9 mg/l
- Krautheim, Ortsausgang 8,16 mg/l
- Krautheim, Firma Rüdinger 7,7 mg/l
- Marlach 0,69 mg/l
- Winzenhofen 0,11 mg/l
- Westernhausen 0,03 mg/l
- Bieringen 0,02 mg/l

Die Werte wurden gegen 12 Uhr gemessen (Ammonium-Werte in mg pro Liter)
 
stimme.de schreibt:
[...]In Mulfingen-Eberbach sind noch zehn Mann der Mulfinger Feuerwehr mit 11 Pumpen im Einsatz. Dort wurde heute Morgen nur noch 0,71 Milligramm Ammonium gemessen. Ziel ist es nach wie vor Sauerstoff in das Jagstwasser zu geben, auch um weiter stabilisierend zu wirken. Inzwischen ist man dazu übergegangen, das Wasser in hohem Bogen einzuspritzen, weil es sich dann besser mit Sauerstoff und CO2 anreichert. CO2 ist wichtig, weil es den pH-Wert drückt und damit dafür sorgt, dass weniger Ammonium in Ammoniak umgewqandelt wird.

„Wir werden noch eine Weile mit diesen Maßnahmen fortfahren, um die hohe Biomasse in der Jagst Sauerstoff entgegenzusetzen“, betont Thomas Raisig, Fachdienstleiter Wasserwirtschaft und Bodenschutz im Landratsamt. In Eberbach sind verstärkt tote Fisch aufgetaucht, allerdings vermuten Experten, dass ein Teil von Ihnen noch aus dem Landkreis Schwäbisch Hall stammt. „Wir glauben im Moment, dass wir 80 Prozent des Fischbestands retten können", verbreitet der Landrat des Hohenlohekreises, Dr. Matthias Neth, Hoffnung.

Seit dem Unglück sind Freiwillige, Angler, Feuerwehr und das Technische Hilfswerk im Einsatz und wälzen das Flusswasser mit Pumpen um, verdünnen die Giftkonzentration durch frisches Wasser zum Beispiel aus Regenrückhaltebecken und erhöhen den Sauerstoffgehalt, indem sie etwa Barrieren in die Jagst bauen, über die das Wasser sprudelt.

Die Arbeit sei organisatorisch eine riesige Herausforderung und auch körperlich und emotional eine heftige Belastung, sagte der stellvertretende Kreischef in Schwäbisch Hall, Michael Knaus, laut Mitteilung. „Ich danke allen Beteiligten deshalb von ganzem Herzen und wünsche mir, dass wir jetzt gemeinsam zuversichtlich den Blick nach vorne richten können.“

Im Hohenlohekreis, wo die mehr als 20 Kilometer lange Giftfahne am Wochenende war, wurden den Angaben nach auch tote Fische aus dem Nachbarkreis angeschwemmt. Die Ammonium-Belastung liegt dort deutlich unter den Anfangswerten aus dem Kreis Schwäbsich Hall.[...]

 

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