Sie sind die Männer und Frauen, die zur Stelle sind, wenn’s brennt – im wahrsten Sinne des Wortes. Nun wurde ihr Fuhrpark feierlich erweitert.

Bei schönem Spätsommerwetter wurde bei der Krautheimer Feuerwehr die Fahrzeugweihe der neu beschafften Drehleiter und des Mannschaftswagens gefeiert. Der Festgottesdienst wurde von der Stadt- und Feuerwehrkapelle unter Leitung von Robert Rüttenauer umrahmt. Pfarrer Bernhard Metz, selbst Feuerwehrmann, nahm die Weihe vor.
 
Stadtkommandant Alois Killian begrüßte die zahlreichen Bürger und Ehrengäste, darunter Bürgermeister Andreas Köhler, Patrik Hauser in Vertretung des Landrates, Kreisbrandmeister Thorsten Rönisch sowie die Feuerwehrmitglieder.
 
Der Kommandant erinnerte daran, dass die Beschaffung dieser neuen Drehleiter dringend notwendig gewesen sei, denn das Vorgängermodell habe kurzerhand das „Zeitliche gesegnet“. Zur Neubeschaffung wurde eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Regierungspräsidiums notwendig, um die Anschaffung vor einer Zuschusszusage des Landes tätigen zu können.
 
Danach ging man gemeinsam mit der Feuerwehr Bretzfeld an die Ausschreibung, die ebenfalls ein solches Fahrzeug beschaffen wollten. Nach guter Vorbereitung hatte der Krautheimer Gemeinderat der Auftragsvergabe im Januar zugestimmt. Auch ein neuer Mannschaftstransportwagen (MTW) wurde gekauft. Nach der Submission am 9. November wurde der neue MTW, ein Ford-Transit, am 9. Juni bei der Herstellerfirma abgeholt. Kommandant Killian bedankte sich beim Gemeinderat für die Zustimmung zum Kauf der beiden Fahrzeuge.
 
Bürgermeister Andreas Köhler freute sich, dass man mit großem Stolz die neueste Errungenschaft für die Feuerwehr vorstellen könne. Auch er erinnerte daran, dass die vorhandene Drehleiter ohne vorherige Ankündigung ihren Dienst quittiert habe. Deshalb musste schnellstens ein Ersatz für die Stützpunktwehr Krautheim beschafft werden.
 
Eigentlich, so Köhler, benötigt eine solche Investition eine Vorlaufzeit von zwei Jahren. „Alle, die am Kauf beteiligt waren, strengten sich an, eine passende Lösung zu finden.“
 
Dank galt dabei dem ehemaligen Kreisbrandmeister Günther Uhlmann für seine Hilfe, sowie dem Gemeinderat und dem Land, welche die Mittel für den schnellen Kauf zur Verfügung stellten. „Gerade die Drehleiter mit Beschaffungskosten von rund 750 000 Euro ist im wahrsten Sinne des Wortes eine wertvolle Stütze bei großen Bränden und lebensrettenden Einsätzen im ganzen Jagsttal und darüber hinaus“, sagte der Bürgermeister. Zudem sei sie das Kernstück der Krautheimer Stützpunktwehr.
 
Die Stadt sei im zehnjährigen Bedarfs- oder Beschaffungsplan weit vorangeschritten und die Stützpunktwehr sei gut ausgerüstet. Er appellierte an den neuen Kreisbrandmeister Thorsten Rönisch, nicht an der Feuerwehr zu sparen und die Feuerwehr bei weiteren Beschaffungen zu unterstützen. Ab-schließend wünschte Bürgermeister Köhler der seiner Meinung nach bestens ausgerüsteten Wehr viel Erfolg. Die Drehleiter habe ihren ersten Einsatz bei einem Stallbrand im benachbarten Oberwittstadt bereits mit Bravur gemeistert. Köhler bedankte sich zudem bei allen Helfern des Fests zur Übergabe. „Die neue Drehleiter ist wirklich eine wertvolle Stütze für die städtische Feuerwehr“, betonte der neue Kreisbrandmeister Thorsten Rönisch. Sein Vorgänger Günther Uhlmann habe sich sehr für die Ersatzbeschaffung eingesetzt. Deutlich sagte Rönisch, dass man an der Feuerwehr nicht sparen könne, denn damit spare man an der Sicherheit der Bürger. Welche Dimensionen das haben könne, habe man am Ausfall der seitherigen Drehleiter gesehen. Die neue Drehleiter werde der Feuerwehr zur Verfügung gestellt, diene aber zur Sicherheit aller Bürger in Krautheim, im Jagsttal und darüber hinaus. Die Zusammenarbeit beim Stallbrand in Oberwittstadt habe reibungslos funktioniert. Rönisch bedankte sich für diese Verlässlichkeit bei der „sehr starken Stützpunktwehr“ Krautheim. Unter seiner Führung werde man am bestehenden, bewährten Stützpunktsystem im Kreis auch künftig festhalten. Man sei froh und stolz, den Krautheimern diese beiden Fahrzeuge übergeben zu können. „Mögen alle Feuerwehrleute stets gesund von ihren Einsätzen zurückkommen“, schloss Rönisch. Pfarrer Bernhard Metz weihte zusammen mit Abteilungskommandant Alois Killian die beiden Fahrzeuge nach dem gemeinsamen Gottesdienst ein und überreichte zwei Christopherus-Plaketten mit dem Wunsch, dass die Fahrzeuge nach jedem Einsatz gut zurückkehren.
 
In seinem Schlusswort lud Kommandant Kilian zum gemeinsamen Mittagessen ein. Am Nachmittag gab es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit einer beeindruckenden Fahrzeugschau und einer Vorführungen der neuen Drehleiter. Eine Hüpfburg sorgte für die Unterhaltung bei den kleinen Gästen der Veranstaltung.
 
© Fränkische Nachrichten, Dienstag, 24.09.2019