Am 06. Mai 2017 führte der Weg der Jugendfeuerwehr Krautheim unter Begleitung einiger Aktiver Kameraden nach Niederstetten zur Bundeswehr-Feuerwehr. Dort ist das Transporthubschrauberregiment 30, sowie das SAR Kommando - Search and Rescue (Suchen und Retten) der Bundeswehr beheimatet. 
 
Kurz nach 13:00 Uhr setzte sich der Tross, bestehend aus ELW, MTW, Jako-Bus und einem Elchfahrzeug (A-Klasse) mit 28 Teilnehmern in Bewegung. Hierbei möchten wir uns bei Mattias Holz und der Fa. Jako aus Hollenbach – welche vor ein paar Jahren als offizieller „Partner der Feuerwehr“ ausgezeichnet wurde – für die Bereitstellung des Kleinbusses bedanken, der an diesem Tag einen guten Dienst geleistet hat. 
 
Um ca. 14:00 Uhr kamen wir an der Kaserne an. Dort wurden wir von dem Feuerwehrmann Matthias an der Wache in Empfang genommen, nachdem jeder durch das Wachpersonal mit Hilfe der Anmeldedaten und des Personalausweises überprüft wurde. Matthias führte uns zuerst zur Feuerwache. Dort angelangt wurden wir zunächst unterwiesen und belehrt. Aus sicherheitstechnischen Gründen ist es in Kasernen untersagt Fotos zu schießen. Eine Erleichterung gab es dann nur bei Fotos in der Feuerwehr, um Fahrzeuge oder Erinnerungsfotos zu schießen. Um den Sicherheitsanweisungen gerecht zu werden, einigten wir uns darauf, dass nur Carina Retzbach Fotos machen würde. Auch ihr recht herzlichen Dank dafür. 
 
Als nächstes fuhren wir zum SAR Hangar. Dort angekommen wusste leider niemand, dass heute eine Gruppe kommt um eine kurze, ca. 20 min, Führung zu erhalten. Trotzdem stellte sich ein Pilot zur Verfügung und erklärte uns einige interessante Details. So teilte er mit, dass das SAR Kommando seit 2016 für die ganze BRD in Niederstetten stationiert ist. Der Hangar ist neu und bietet Platz für mehrere Hubschrauber des Typs Bell UH-1, welche die seitlichen Türen orange mit den Buchstaben „SAR“ lackiert haben und eine Drei-Mann-Crew aufweisen. An diesem Tag befanden sich drei Bell im Hangar, wobei mehr Platz fänden. Eines ist der „Haupthubschrauber“, ein anderer ist eine „light“ Version mit etwas weniger Material an Bord und einer Schneelandekufe, der letzte ist eine „Ersatzmaschine“, welche Bundesweit zum Einsatz kommt und umstationiert wird, wenn eine andere Bell defekt ist. Die Bell UH-1 sollte eigentlich schon seit Mitte der 90er Jahre verschrottet werden, jedoch kristallisierte sich heraus, dass dieser Typ unverwüstlich ist und noch weitere Jahre Dienst leisten sollte. Bis 2019 soll dies auch nicht geändert werden, wobei erwähnt werden muss, dass die Bell UH-1 Mitte der 50er !!! Jahre von den USA entwickelt wurde und seit den 60ern !!! erfolgreich ihren Dienst leistet. Danach soll es eine „Wachablösung“ geben, wobei momentan zwischen zwei Typen entschieden wird. Das Baujahr des „Haupthubschraubers“ wird auf das Jahr 1969 !!! datiert, wobei alle Hubschrauber des Öfteren überholt und lackiert werden. So sind die meisten Teile keine zehn Jahre alt. Interessanterweise hat die Bell UH-1 nur ein Triebwerk. Aus diesen Gründen dürfen diese Hubschrauber nicht zur Seerettung eingesetzt werden. Jedes andere Modell hat mindestens zwei Antriebe, die redundant ausgeführt sind, um bei einem Defekt trotzdem noch ans Ziel gelangen zu können. Weiter wurde nun die Beladung etwas näher in Augenschein genommen. So wurde z. B. Felix Mattern in den „Rettungsring“ eingehängt, wobei erklärt wurde, dass diese Form von Rettung (der Ring wird unter die Arme eingehängt, so dass die Hubschrauberbesatzung die zu rettende Person in den Hubschrauber hinaufziehen kann) für Kinder sehr ungeeignet ist, da die Körperspannung und die Größe der zu rettenden Person immens wichtig ist. 
Zwar waren wir ca. 50 Minuten im Hangar, keine 20, aber dafür war es sehr interessant, und es machte den Eindruck, dass sich der Pilot ebenfalls freute, dass eine interessierte Truppe da war, deren Fragen er immer nett und auf verständlicher Weise beantworten durfte. Erwähnenswert ist, dass wir nur die SAR-Abteilung sahen, das Transporthubschrauberregiment 30 mit weit mehr Hubschraubern ist an Wochenenden für Besucher leider nicht zugänglich.  
 
Zurück bei der Feuerwache wartete bereits ein zweiter Feuerwehrmann, der ebenfalls auf den Namen Matthias hörte. Alsdann wurde die Gruppe aufgeteilt, so dass jeder der beiden Niederstetter Feuerwehrmänner jeweils eine Gruppe übernahm und näher auf die bereitgestellten Fahrzeuge eingingen. Blickfang waren natürlich die beiden Flughafenlöschfahrzeuge, auch Flugfeldlöschfahrzeuge (FLF) genannt, von Ziegler des Typs Z6. Dieses Fahrzeug fasst ca. 6.000 Liter Wasser, 500 kg Löschpulver und mehreren Liter Schaummittel. Eines dieser Fahrzeuge steht grundsätzlich voll besetzt am Start- und Landeplatz bereit, sobald ein Hubschrauber starten, bzw. landen möchte. Einsatzzeiten von vier Stunden in diesem Fahrzeug mit Standklimaanlage ist somit keine Seltenheit, sondern Alltag, da nach einem Crash das erste Fahrzeug in einer Minute am Einsatzort eintreffen muss. Die Besatzung besteht aus vier Mann, wobei der Maschinist mit einem Joystick den Monitor vom Cockpit aus alleine bedienen kann. Die restliche Besatzung kann z. B. unter PA mit dem 50 m langen Schnellangriff mit der Brandbekämpfung von Außen beginnen. Anzumerken ist auch, dass das Fahrzeug beeindruckender Weise ca. 140 km/h fährt und eine extreme Beschleunigung aufweist. Jedoch ist dann bei diesem 33 Tonnen Koloss eine längere Fahrzeit ausgeschlossen, da sich bei dieser Geschwindigkeit nach ca. 10 Minuten die Reifen auflösen würden. Auch selten ist, dass bei einem Feuerwehrfahrzeug die Reifen wegen Verschleiß gewechselt werden müssen. Aber beim Z6 ist dies durch das enorme Gewicht ca. alle 1,5 Jahre der Fall. 
Der anderen Gruppe wurde zeitgleich ein RW und ein Gebäudebrandfahrzeug (bei den zivilen Feuerwehren „LF“ genannt) vorgeführt. Hierzu muss nicht viel gesagt werden, da diese beiden Fahrzeuge beinahe identisch bei uns im Gerätehaus in Krautheim stehen. Zu erwähnen sind ein paar Dinge, die bei den Freiwilligen etwas anders gehandhabt werden. Zum einen wäre das, dass die Bundeswehr grundsätzlich immer Allradantrieb haben und eine Verstärkung aufweisen und immer eine Standklimaanlage eingebaut haben (wegen der hohen Wartezeit bei den Start- und Landeplätzen). Zum anderen ist die Prüfung der Beladung sehr intensiv. So hat jedes Gerät, egal wie groß es ist, eine Kennung. Dies dient dazu, dass bei Verlust und danach bei der Wiederfindung des Gerätes sofort zugeordnet werden kann, wo es gelagert wird und wer es verloren hat. Außerdem ist jedes Gerät, bzw. jede Kiste verplombt, um zu sehen, ob damit gearbeitet wurde. 
Danach durfte jeder noch eine Runde mit Matthias im Z6 drehen, was jedem – nicht nur den Jugendlichen – sichtlich Spaß machte. 
 
Abschließend wollten die beiden Niederstetter Feuerwehrmänner noch eine Hilfeleisterübung durchführen und ein Auto zerschneiden. Jedoch stellte der Fahrer des „Elchfahrzeuges“ unverständlicher Weise seinen Pkw nicht zur Verfügung, so dass wir unverrichteter Dinge die Heimreise antreten mussten. Doch zuvor überreichte der JF-Wart Florian Retzbach noch ein kleines Wurstgeschenk in Form von Hausmacher der Fa. Metzgerei Rüdinger. 
 
Am Gerätehaus in Krautheim angekommen, war der Smoker bereits angeheizt, und die einen oder anderen Eltern waren auch schon mit Salat eingetroffen, um ein kleines Grillfest mit ihren Schützlingen zu feiern. Neben Wurst, Steak und Bauch, gab es auch diverse Salate und zahlreiche Getränke, was alles von der JF übernommen, bzw. von den Eltern der JF’ler bereitgestellt wurde. Auch hierfür ein herzliches Dankschön. Dies gilt auch für Michael Beck, der im Vorfeld das Grillfest vorbereitete. Ein besonderer Dank geht an den JF-Wart Florian Retzbach, der die Organisation dieses gelungenen und interessanten Ausflugs übernahm.
Ein schöner Tag ging mit einem leckeren Essen in gemeinsamer Runde zu Ende. 
 

Am Dienstag den 07.03.2017 stand eine nicht alltägliche Übung der Jugendfeuerwehr Krautheim auf dem Dienstplan,
denn wir bekamen Besuch vom Deutschen Roten Kreuz, die uns zwei ihrer Katastrophenschutzfahrzeuge vorstellten.
Unter Leitung von Patrick Braun, Kreisbereitschaftsleiter des Roten Kreuzes Hohenlohekreis und seinen Helfern,
wurden ein Gerätewagen Sanität (GW-San) und ein Krankentransportwagen Typ B (KTW B) mit großen Augen begutachtet.
Der Gw-San ist ein Fahrzeug, das bei einem Massenanfall an Verletzten zum Einsatz kommt und eine sehr umfangreiche Sanitätsbeladung beinhaltet. 
Den Aufbau des Schnelleinsatzzeltes, welches z.B. bei einem Massenanfall an Verletzten zum Einsatz kommt,
durften die Jugendlichen unter Anleitung selbst durchführen. Nachdem dann auch noch die Zeltheizung in Betrieb war, waren alle begeistert,
wie komfortabel dieses Zelt im Vergleich zu unseren Jugendfeuerwehr Zelten ist.
Der Höhepunkt für alle, war das Probeliegen auf der Krankentrage im KTW bei eingeschalteter Luftfederung.
Der ein oder andere fühlte sich so wohl, dass er kurz vor dem Einschlafen war =)
An dieser Stelle möchte sich die Jugendfeuerwehr Krautheim noch einmal herzlich bei Patrick Braun und seinen Helfern bedanken,
die uns diesen sehr interessanten Abend in ihrer Freizeit ermöglichten.
 

abcdefghijklmn

 

 

Traditionell hat die Jugendfeuerwehr Krautheim auch dieses Jahr wieder die ausgedienten Christbäume in Krautheim und allen Ortsteilen eingesammelt.

Die Jugendfeuerwehr Krautheim möchte sich hiermit für die große Zahl an Spenden, Zusprüchen und Unterstützung anlässlich der Christbaumsammlung 2017 und auch bei allen Fahrern und Betreuern für die Mithilfe und den tatkräftigen Einsatz bedanken!

 

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